„Klimapilgern“: Vom Stephansplatz Richtung Paris

Letzte Etappe

KlimaPILGRIM Rembert Schleicher über den letzten Tag auf dem Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit nach Paris

Paris 27.11.2015

Der österreichische KlimaPILGRIM Rembert Schleicher von der Bildungsinitiative PILGRIM erreicht heute zusammen mit den Klimapilgernden aus Deutschland, Frankreich und Schweden das Ziel des Europäischen Ökumenischen Pilgerweges: Paris. Hier erwarten ihn auch Anja Appel von der Katholischen Frauenbewegung und Martin Krenn  von der Koordinierungsstelle der Österreichischen Bischofskonferenz.

Begrüßt wurden die Pilgernden gestern von Dominique Fontaine, dem geistlichen Assistenten der Caritas von Frankreich, in Meaux-Bussy Saint Georges in der katholischen Kirche in der Straße der Religionen. Hier reihen sich Sakralbauten aus dem Buddhismus, Islam, Judentum und Christentum Seite an Seite. Ein Symbol für die Anliegen der Vertreter aller Religionen, in welcher Weise die Religion Beiträge zu Spiritualität und Ökologie liefern können.

Heute Abend wird in der Kirche St. Merry nächst zum Centre George Pompidou eine ökumenische Feier stattfinden, in der Rembert Schleicher schon den Rucksack der Alternativen präsentieren wird. Dabei wird er auf die ungemein wichtige Dimension der Bildung zur Nachhaltigkeit eingehen, wie sie Papst Franzsikus in der Enzyklika „Laudato Si‘“ im sechsten Kapitel eindrücklich gefordert hat. So fordert der Papst die Entwicklung einer neuen ökologischen Ethik: „Die Umwelterziehung müsste uns darauf vorbereiten, diesen Sprung in Richtung auf das Mysterium zu vollziehen, von dem aus eine ökologische Ethik ihren tiefsten Sinn erlangt.“ (LS210). Beispiele dazu haben die Schulen aus Purkersdorf, Yspertal und Vöcklabruck geliefert: Die Elfjährigen (!) in Vöcklabruck schlugen etwa vor: „Zu Fuß in die Schule und zum Einkaufen gehen, die Altbauten besser nützen anstatt den Boden zu versiegeln, und beim Einkaufen darauf schauen, woher die  Lebensmittel sind.“  Dazu haben sie für den Rucksack den „Franziskusschlapfen“ bereit gestellt. Der ganze Pilgerweg habe deutlich gemacht, so Schleicher, dass Nachhaltigkeit lehr- und erlernbar ist.

Schleicher berichtete auch, dass die französische Polizei den gesamten Pilgerweg durch Frankreich mit strengsten Sicherheitsvorkehrungen begleitet hat. So war der Einzug der Klimapilgernden die einzige öffentliche Veranstaltung ohne den Charakter einer Kundgebung. So durften keine Banner mitgebracht werden, es durfte nicht gesungen werden, sondern Papierblumen sollten Zeichen der Solidarität darstellen.

Morgen wird in der Kathedrale von St. Denis, einem Vorort von Paris, eine große Veranstaltung mit strengen Sicherheitsauflagen stattfinden. Dabei werden die Petitionen der Religionen an Mitglieder der 21. UN-Klimakonferenz in Paris, vom 30. November bis 11. Dezember 2015, öffentlich präsentiert werden.

©pilgrim.at
www.klimapilgern.at
Dr. Johann Hisch
www.pilgrim.at

Bilanz: Bildung für Nachhaltigkeit braucht langen Atem

Bilanz

Österreichische „Klima-Pilger“ auf Zielgeraden

Bericht hier

„Pilgern für Klimagerechtigkeit - Nachhaltigkeit braucht Bildung“

Pressetext 3.11.2015

Fotocredit: kaineder.at

1. Etappe

Wien, 18.10.2015

Nach den ersten 25 Kilometern des „Ökumenischen Pilgerweg für Klimagerechtigkeit“ haben „Klima-Pilger“ am Samstag Abend Purkersdorf erreicht. Bis 8. November geht die Gruppe in 22 Tagesetappen zu Fuß nach Salzburg und verbindet dabei spirituelle Aspekte mit dem politischen Engagement für mehr Klimagerechtigkeit. Hintergrund des Pilgerwegs, dem sich Interessierte auch kurzfristig und tageweise anschließen können, ist die Weltklimakonferenz in Paris Ende November. Die Pilger wollen im Vorfeld ihre Solidarität mit jenen Menschen zum Ausdruck bringen, die vom Klimawandel am stärksten betroffen sind und auf die globale Dimension des Klimawandels aufmerksam machen. Einige reisen von Salzburg aus nach Paris weiter, wo sie auch auf Klimapilger aus anderen Ländern treffen werden. Getragen und unterstützt wird der Pilgerweg von einem breiten Bündnis aus Organisationen der katholischen, evangelischen und orthodoxen Kirchen in Österreich.

Bei der Abendveranstaltung in Purkersdorf konnten die Klimapilger eine erste Begegnung mit einem Kraftort (positives Beispiel für Klimagerechtigkeit) machen. Die Stadtgemeinde Purkersdorf ist eine Klimabündnisgemeinde, worüber Vizebürgermeister Christian Matzka ausführlich berichtete. Ebenso beheimatet Purkersdorf die Österreichischen Bundesforste, die in der Umgebung zu einem Biosphärenpark Wienerwald zusammengeschlossen sind. Mit dieser UNESCO-Auszeichnung ist der Wienerwald eine Modellregion für nachhaltiges Leben, Wirtschaften, Bilden und Forschen geworden,um den Schutz der biologischen Vielfalt, das Streben nach wirtschaftlicher und sozialer Entwicklung und die Erhaltung kultureller Werte miteinander nachhaltig umzusetzen.

Der Sonntag startete mit einem Gottesdienst in der katholischen Pfarrkirche zum hl. Jakobus.  Hier erhielten die Kernpilger, wie u.a. Ferdinand Kaineder von den Ordensgemeinschaften, Rembert Schleicher von der Initiative PILGRIM, den besonderen Reisesegen. Als Impuls für den Tag bot Rembert Schleicher auch dem anwesenden Bürgermeister von Purkersdorf, Karl Schlögl, Gedanken zum Thema „Gehen“ an. Gehen, als das Selbstverständlichste im Leben soll bei diesem Klimapilgern bewusst gesehen werden. So kann das Gehen als ein heilsamer Prozess gesehen und erlebt werden.

Für den "Rucksack der Alternativen" für Pariser Gipfel bekamen die Klimapilger vom Direktor der Initiative PILGRIM, Johann Hisch, einen Projektbericht des PILGRIM-Gymnasiums Purkersdorf mit. Seit mehr als fünf Jahren unternehmen die Schülerinnen und Schüler gemeinsam mit ihren Lehrerinnen und Lehrern unter der Leitung von Professor Stefan Sampt  jährliche Projekte zu den Themenbereichen der Nachhaltigkeit, wie Ökologie, Ökonomie und Saoziales. Dabei werden der Kindergarten, die Senioren-Betreuungsstelle SeneCura in die Arbeit miteingebunden, so dass die „Vokabeln des Lebens“ bereits in Jugendjahren gelernt werden können.

Der österreichische „Rucksack der Alternativen“ wird bei einer Abschlussveranstaltung in Paris gemeinsam mit den Symbolen anderer europäischer Klima-Pilgerwege präsentiert.

Die Website http://klimapilgern.at bietet eine Übersicht zu den Tagesetappen des Klima-Pilgerwegs und Informationen für Interessierte, die eine oder mehrere Etappen der Strecke mitgehen wollen. Den Abschluss des österreichischen Pilgerwegs für Klimagerechtigkeit bildet eine ökumenische Sendungsfeier am 8. November in Salzburg.

Pressetext für 18.10.2015: Johann Hisch, hisch@pilgrim.at

Web-Tipp: http://klimapilgern.at

Start vom Stephansplatz

http://www.kathpress.at/goto/meldung/1306189/klimapilgern-bald-start-vom-stephansplatz-richtung-paris
Ökumenische Initiative bekundet Solidarität mit Opfern des Klimawandels - „Umweltbischof“ Schwarz: Klimawandel ist „Bewährungsprobe“ - Impulse für Klimaschutz am Weg geplant, streckenweises Mitgehen erwünscht

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