PILGRIM-Ehrenmitglied Oberin Christine Gleixner verstorben

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Als erstes PILGRIM-Ehrenmitglied war Christine Gleixner eine Unterstützerin für PILGRIM von den Anfängen an – Ökumene und Religionen in der Bildung für Nachhaltige Entwicklung

Wien, 30.11.2015 Die frühere Vorsitzende des Ökumenischen Rates der Kirchen in Österreich (ÖRKÖ), Oberin Christine Gleixner, ist am Sonntag im 90. Lebensjahr verstorben. Die Bildungsinitiative PILGRIM ist über das Ableben von Christine Gleixner sehr berührt und gedenkt in dankbarer Erinnerung an die gegenseitige Beziehung.

In ihrem vielfältigen Einsatz für Verständigung und Versöhnung zwischen den getrennten Christen wurde Christine Gleixner zur "Mutter der Ökumene" in Österreich - und darüber hinaus. In ihre beiden Funktionsperioden als Vorsitzende des Ökumenischen Rates (2000-5)fällt die Zeit der Entstehung von PILGRIM. Während das „Sozialwort der 14 christlichen Kirchen“ im April 2003 präsentiert wurde, war PILGRIM wie ein Zwillingsbruder, der erst Ende Mai mit einem Symposium das Forschungsprojekt absolvierte und im November 2003 als Schulprojekt startete. Das seinerzeitige Religionspädagogische Institut (RPI) war bereits bei der Entwicklung des Sozialwortes eingebunden und so verstand PILGRIM dieses als seine „Magna Charta“.

Von Beginn an hat Christine Gleixner das Werden von PILGRIM begleitet. Der damalige Direktor des RPI und nunmehrige geschäftsführende Direktor von PILGRIM, Johann Hisch, hob in der Laudatio für Gleixner zur Ehrenmitgliedschaft im Mai 2008 ihr Verdienst hervor: „Wir haben es als motivierend erlebt, dass Sie uns wahrgenommen haben, uns mit Wohlwollen begleitet haben und durch Ihre Ermunterung bestärkt haben.“  Dies seien Qualitäten gewesen, nach denen sich eigentlich jede/r Lehrer/in sehnt, sie aber hätte dies in ihrer Person gelebt, so Hisch.

Gerade die Zusammenarbeit aller christlichen Kirchen und aller Religionen, die in Österreich Religionsunterreicht erteilten, insbesondere im Themenbereich der Nachhaltigkeit war für Gleixner ein wichtiges Kriterium der Anerkennung und Unterstützung. So konnte an Hand von Themen der Nachhaltigkeit (Ökologie-Ökonomie-Soziales – mit dem Mittelpunkt der Spiritualität) der Dialog mit allen Religionen intensiviert werden, was auch gleichzeitig einen Modellfall für Integration darstellen sollte.

Die Bildungsinitiative PILGRIM wird daher ihrer in Dankbarkeit und „herzlicher Verbundenheit“ über den Tod hinaus, wie es Christine Gleixner in ihren Schriftstücken bemerkte, gedenken.

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