Newsletter 82/ Jänner 2021

Liebe Leserinnen und Leser des PILGRIM-Newsletters,

leider können Schulen nicht ihren normalen Betrieb wie im Jänner erhofft aufnehmen. Das für Schülerinnen und Schüler aller Altersstufen notwendige tägliche Lernen in den Schulen unter Anleitung ihrer Lehrkräfte ist bis zu den Semesterferien im Februar 2021 nicht möglich, Lock-Down 3 wurde verlängert.

Wieviel Geduld brauchen wir alle noch bis zu einem Leben in Normalität?

Familien sind weiterhin extrem gefordert. Nie wurde uns als Gesellschaft so drastisch vor Augen geführt, das die Familie die “Keimzelle des Staates” ist. In den Familien wird die Kindheit verbracht, die erste Förderung der Kinder findet in den Familien statt. Besonders jetzt bieten die Familien ihren Kindern Schutz.

Daran schließen elementare Kinderbetreuungseinrichtungen an und in Fortsetzung die Schulen. Das Personal in Kindergärten, Orte der Elementarbildung, ist derzeit harten Arbeitsbedingungen ausgesetzt und oft überfordert. Familien bringen ihre Kinder trotz Corona wieder zunehmend zur Betreuung.

Schulkindern und Jugendlichen fehlt derzeit der soziale Kontakt, das gemeinsame Lernen, das Lachen, das Streiten, das Kommunizieren, soziales und emotionales Beisammensein außerhalb der Familien, all das ist reduziert.

Studentinnen und Studenten kennen Universitäten kaum von innen, Selbststudium und Distance Learning sind die einzige Möglichkeit in ihrem Bildungsweg, nur wenige praktische Übungen sind aktuell möglich. All unsere Jugend der nächsten Generation bräuchte ein Lernen mit höchster Qualität, denn Bildung ist Grundlage der Gesellschaft. Dies ist derzeit nicht möglich. (Eltern sei an dieser Stelle für ihren aktuellen pädagogischen Einsatz gedankt. Sie sind jedoch vorrangig Eltern, und Lehrkräfte sind die pädagogischen Fachkräfte.)

Seelenschaden
Masken, Impfstoffe und Virusmutationen füllen die Tagesnachrichten, sie wirken in unser aller Unterbewusstsein fort. Die Stimmen von Kindern klingen am Telefon leise, ausgedünnt, eintönig, emotionslos. Das Gegenüber anderer Gesichter, Mimik, Gestik, Körpersprache fehlen im Vergleich zu einem normalen Alltag.

Diese sind reduziert, die Aussagekraft des Körpers verarmt, die Seele leidet. Der Weg zum Lernen in die

Schule sollte daher möglichst rasch ermöglicht werden.

Wie gehen wir mit Gegenwart und Zukunft um?

Sehr wohl wollen wir alle nicht aufgeben. Auch PILGRIM-Schulen werden weiter Verantwortung für die MITWELT übernehmen, diese gestalten, kreativ mit Möglichkeiten des Lernens umgehen. Das gibt Motivation für die Zukunft, in der Schulen wieder all das tun können, was den Lernalltag spannend macht: Gemeinsames Lernen, Projekte, Wettbewerbe, Schulfeste.

Die Medien sind voll von der weltweiten Notlage durch Corona. Die Zeit der Gesundheitskrise + Wirtschaftskrise + Zukunftskrise (Angst -> Seelenkrise) + Umweltkrise fordert zu kreativen Lösungen heraus und führt sowohl Unternehmen als auch öffentliche Einrichtungen zu Veränderungen und auf neue Wege.

Es heißt also für uns alle, sich für die Bewahrung des Zusammenlebens der Menschen, für ein Leben mit Qualität anzustrengen. Die notwendige Veränderung in der Gesellschaft hat offenbar eine Krise gebraucht, um ein Umdenken und ein neues Handeln in den Bereichen Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft einzuleiten.

Auf dem Weg dorthin wünschen wir allen Lehrenden und den Schulen alles Gute!

Maga Dr.in Herta Ucsnik – Direktorin
HR MMag. Dr. Alexander Kucera – Stv. Direktor
HR Mag. Dr. Johann Hisch – Ehrenpräsident

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