Newsletter 83/ Februar-März 2021

Liebe Leserinnen und Leser des PILGRIM-Newsletters,
aktuelle Ereignisse ließen mich über Leben und das Recht auf Leben nachdenken.

Bewundert habe ich das Leben von Arik Brauer, der trotz der unsagbaren Gefahren, die er in der Zeit der Judenverfolgung erlebt hatte, sich als glücklichen Menschen bezeichnet hat, nachzuhören in vielfältigen interessanten Beiträgen auf YouTube. Er wurde 92 Jahre alt und verstarb am 24. Jänner 2021. Die Kunst war sein Leben, sein Zentrum die Familie, in der das Singen zum Alltag gehörte.

Beunruhigt haben mich die vielen Medienberichte über alternde Menschen in Hinblick auf zukünftige Impfungen. Das Augenmerk wurde auf die Alten und Kranken gelenkt und es kommen Vorwürfe auf, dass sie die Ursache für den Lock-Down und für den folgenden Wirtschaftsstopp seien. Gedanken über das Altwerden und die Frage nach der Lebensberechtigung kamen in mir als hoch.

Betroffen und berührt war ich vom Lebensende unseres 15 ½ Jahren alten Hundes. Die Frage, wie lang ein Leben lebenswert sei, stellte sich bei dem Hund als Familienmitglied ähnlich, wie man sie sich bei Menschen stellt. Menschen erreichen heute oft ein hohes Alter, ob in Gesundheit oder oft mit Krankheit und Leid und doch hat jeder Tag im Leben seine Bedeutung, für sich und für die Angehörigen, wenngleich wir das oft erst nachträglich verstehen. Die große Kunst ist es, den Sinn und das Glück in allem, was sich ereignet und was man erlebt, zu finden.

Besonders bedeutend ist es daher, unseren alten und kranken Mitmenschen das Gefühl des AngenommenSeins und die dafür erforderliche Liebe entgegenzubringen. Und was hat all das mit der Schule zu tun? Es ist Aufgabe der Lehrkräfte, dies im Unterricht zu thematisieren.

Mag.a Dr.in Herta Ucsnik – Direktorin
HR MMag. Dr. Alexander Kucera – Stv. Direktor
HR Mag. Dr. Johann Hisch – Ehrenpräsident

Wir laden Sie herzlich ein, unseren Newsletter zu lesen.

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